Open/Close Menu Schlafapnoe heilen mit dem bimaxillären Advancement
Mann liegt glücklich im Bett

Diagnose Schlafapnoe bedeutet für die meisten Betroffenen: Ein Leben lang mit Atemmaske schlafen! Immer von Elektrizität abhängig sein und nie wieder Spontanübernachtungen bei Freunden oder Backpacking Urlaube mit Freunden. Direkt nach der Diagnose im Schlaflabor und der Verordnung der Goldstandardtherapie: Überdruckbeatmung mit CPAP-Maske (continuous positive airway pressure) sucht eine hohe Anzahl Betroffener nach Alternativen im Internet. Die Auswahl ist riesig und auch nicht selten eine echte Alternative. Aber wie finden Sie heraus was für Sie in Frage kommt und was nicht?

Schlafapnoe – Diagnose der Ursache

Das Wichtigste ist in erster Linie eine genaue Diagnostik, die leider den meisten Schlaflaboren selten zur Verfügung steht. Röntgenologische Untersuchungsmethoden wie MRT, CT, DVT und FRS, usw. werden in den seltensten Fällen im Schlaflabor angewendet. Warum ist dies so? Wie bereits erwähnt gilt die CPAP Therapie als der Goldstandard in der Behandlung der Schlafapnoe, warum sollte man sich dann überhaupt die Mühe machen und den Patienten „unnötigerweise“ mit Röntgenstrahlen belasten? Es ist hier wichtig zu erwähnen, dass wir tagtäglich bei unseren Patienten Röntgenuntersuchungen machen um die eigentliche Ursache der obstruktiven Schlafapnoe herauszufinden. Nicht selten sind es vergrößerte Mandeln, vergrößerte Schilddrüsen oder seltener Tumore in den oberen Atemwegen, welche die Verengung der Atemwege verursachen. Ein verhältnismäßig kleiner operativer Eingriff der Rachenmandeln kann also eine Befreiung der Atemwege führen und dadurch die lebenslange Therapie mit CPAP-Maske unnötig machen. Es ist also eminent wichtig, herauszufinden wo die Verengung (Obstruktion) ist, um herauszufinden welche Alternative zur CPAP-Therapie für einen selbst in Frage kommt.

Wir haben hier die gängigsten Methoden aufgelistet, die aber alle eine vorausgegangene genaue Diagnostik benötigen:

Rücklage des Unterkiefers, herabfallende Zunge als Grund für die Obstruktion (Verengung)

Kommt bei der Ursachenerforschung der obstruktiven Schlafapnoe heraus, dass eine Rücklage des Unterkiefers, ein zu kleiner Unterkiefer oder eine zu große Zunge (sehr selten der Fall) die Ursache für die obstruktive Schlafapnoe sind, kommen folgende Alternativen in Frage:

Zungenschrittmacher

Der Zungenschrittmacher wird, ähnlich einem Herzschrittmacher, unter dem Schlüsselbein des Patienten implantiert. Stellt der Zungenschrittmacher einen gefährlichen Atemstillstand fest sendet er über eine Elektrode einen Stromimpuls an den Zungennerv. Dadurch wird der Nerv gereizt und aktiviert die Zungenmuskulatur. Zwangsläufig streckt sich die Zunge nach vorne und gibt so die Atemwege frei.
Nachteil: Nur bei sehr wenigen Patienten anwendbar, der Unterkiefer darf nicht zu klein sein, übermäßiges Übergewicht (meist eine Folge der Schlafapnoe) zählt auch zu den Kontraindikationen für eine Zungenschrittmacher-Therapie.

Protrusionsschiene / Zahnschiene:

Eine Protrusionsschiene wirkt sehr gut bei einer Rücklage des Unterkiefers. Die Schiene hat zwei Funktionen: Um den Mund geschlossen zu halten und dadurch die Nasenatmung zu verbessern/reaktivieren und sie zieht den Unterkiefer nach vorne um dadurch die Zunge am Zurückfallen zu hindern.
Nachteil: Schmerzen und Schäden an den Kiefergelenken durch eine ständige nächtliche Vorhaltung des Unterkiefers. Dauerhafter Zug des Oberkiefers nach hinten, Verformungen der Zähne, Oberkiefer wird nach und nach nach hinten verlagert was die zu einer Verengung der Atemwege im Oberkieferbereich führen kann.

Zungengrundimplantate

Sie stabilisieren die Zunge, so dass ein zurückfallen in der Nacht nicht mehr möglich und dadurch die Atemwege nicht mehr blockiert werden.
Nachteil: Um Probleme beim Sprechen, Essen, Trinken und Schlucken zu verhindern, kann die Zunge meist nur minimalst nach vorne gezogen werden und dadurch ist diese Methode meist nur bei leichter Schlafapnoe geeignet.

Schlafapnoe Operation / Bimaxilläres Advancement mit Rotation / MMA Maxillomandibular advancement

Einen etwas größeren Aufwand, aber mit sehr großen Heilungschancen ist das bimaxilläre Advancement. Oberkiefer und Unterkiefer werden bei diesem Eingriff nach vorne verlagert, gleichzeitig nach oben rotiert und mit Titanplatten und Schrauben fixiert. Die komplette Operation findet im Mundraum statt und bedarf einer stationären Nachsorge. Direkt nach der Behandlung kann auf die CPAP Maske verzichtet werden. Die Operation ist dank Schmerzmitteln vergleichbar mit einer Weisheitszahn-Operation bei der alle 4 Weisheitszähne auf einmal entfernt werden.
Nachteil: Größerer Aufwand, Zahnspange über 4 Wochen.

Rücklage des Oberkiefers, weicher Gaumen und Gaumenzäpfchen als Grund für die Obstruktion (Verengung)

Kommt bei der Ursachenerforschung der obstruktiven Schlafapnoe heraus, dass eine Rücklage des Oberkiefers oder ein zu kleiner und zu schmaler Oberkiefer die Ursache für die obstruktive Schlafapnoe sind, kommen folgende Alternativen in Frage:

Gaumenspange

Eine individuell angepasste Gaumenspange kann bei einer Rücklage des Oberkiefers den weichen Gaumen nach vorne schieben und dadurch verhindern, dass der Gaumen und das Gaumenzäpfchen nicht die Atemwege blockieren.
Nachteil: Bei Betroffenen mit starkem Brechreiz schwer einsetzbar

Schlafapnoe Operation / Bimaxilläres Advancement mit Rotation / MMA Maxillomandibular advancement

Einen etwas größeren Aufwand, aber mit sehr großen Heilungschancen ist das bimaxilläre Advancement. Oberkiefer und Unterkiefer werden bei diesem Eingriff nach vorne verlagert, gleichzeitig nach oben rotiert und mit Titanplatten und Schrauben fixiert. Die komplette Operation findet im Mundraum statt und bedarf einer stationären Nachsorge. Direkt nach der Behandlung kann auf die CPAP Maske verzichtet werden. Die Operation ist dank Schmerzmitteln vergleichbar mit einer Weisheitszahn-Operation bei der alle 4 Weisheitszähne auf einmal entfernt werden.
Nachteil: Größerer Aufwand, Zahnspange über 4 Wochen.

Pillar-Verfahren

Drei kleine Kunststoffstäbchen werden in das Gaumensegel implantiert und dient der Stabilisierung des Gaumensegels. Sie verhindern dadurch das Flattern. Leider kann dadurch nur das Schnarchgeräusch reduziert werden, da bei diesem Verfahren nicht wirklich die Ursache behoben wird, sondern nur die Vibrationen verringert werden.
Nachteil: Keine erfolgreiche Therapie bei mittlerer und schwergeradiger Schlafapnoe

Vergrößerte Mandeln – Vergrößerte Schilddrüse – Tumore in den oberen Atemwegen

Kommt bei der Ursachenerforschung der obstruktiven Schlafapnoe heraus, dass vergrößerte Mandeln, die Schilddrüse oder ein Tumor die Ursache für die obstruktive Schlafapnoe sind, kommen folgende Alternativen in Frage:

Entfernung der Tonsillen / Mandeln

Dieser sehr häufig durchgeführte Eingriff in der HNO Heilkunde kann die Ursache der Schlafapnoe beseitigen.

Untersuchung bei Endokrinologen / vergrößerte Schilddrüse

Eine Untersuchung beim Endokrinologen kann Licht in die Dunkelheit bringen warum und ob die Schilddrüse vergrößert ist und ob man diese chirurgisch oder medikamentös verkleinern kann.

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