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Nasenatmung, Mundatmung - Verengte Atemwege

Der Blogbeitrag vom 11. Januar 2018 berichtet über die Vorteile, die sich aus dem Zukleben des Munds in der Nacht ergeben. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Gründe, die dafür sprechen auch tagsüber darauf zu achten die Nasenatmung einzusetzen.

Hier finden Sie die 3 wichtigsten Gründe, die für die Nasenatmung sprechen:

1) Die Nasenatmung stärkt die Muskulatur im Kopf- und Nackenbereich und sorgt für zusätzliche Stabilität

Die Zunge ist einer der stärksten Muskeln im menschlichen Körper. Drückt man die Zunge auf den Gaumen, werden die Atemwege frei gehalten und gleichzeitig verbessert sich auch die Körperhaltung. Atmet man durch den Mund, und umgeht damit die Nasenatmung, verlässt die Zunge automatisch ihre anatomisch richtige Position (Zunge drückt gegen den Gaumen) und fällt nach unten. Hierdurch tendiert der Kopf zu einer stärker nach vorne verlagerten Positionierung, wodurch die Atemwege befreit werden. Die Folge sind jedoch Kopf- und Nackenschmerzen sowie Muskelverspannungen. Auch Migräne, als Folge der Instabilität des ganzen Körpers, kann die Folge sein.
Das Schließen des Mundes hilft also Kopf, Schultern, Nacken, Kiefer und Brustkorb wieder in die richtige Position zu bringen und vereinfacht das Atmen.

Unterschied Nasenatmung und Mundatmung

2) Die Nasenatmung hilft dabei wieder den richtigen Atemrhythmus einzustellen

Kaum bekannt ist, dass sich in der Nasenhöhle auch Sensoren befinden, die nicht nur Gerüche in der Umgebung wahrnehmen, sondern auch die Lufttemperatur und die Geschwindigkeit des Luftstroms. Die Umgebung wird kontinuierlich überwacht und die eigene Atmung wird automatisch an die sich verändernden Umgebungsbedingungen angepasst. Beim Einatmen von kalter Luft wird beispielsweise die Atemfrequenz reduziert, um eine zu starke Unterkühlung zu verhindern. Die Mundatmung setzt diesen Mechanismus außer Kraft. Die Folge ist einen wichtigen Kontrollprozess des menschlichen Körpers zu verlieren.

3) Mundatmer haben weniger Sauerstoff in den Zellen und folglich einen geringeren CO2-Gehalt im Körper

Unausgewogene Blutgaskonzentrationen sind eine der Hauptfaktoren für Hyperventilation. Die Folge sind niedrige CO2-Werte (Hypokapnie genannt) im arteriellen Blut. Die kann weitreichende Folgen haben. Hypokapnie fördert Gefäßverengungen im Gehirn, was wiederum zu zerebraler Hypoxie und damit zu Benommenheit und anderen Symptomen führen kann. Für die richtigen CO2-Werte im Körper ist die Nasenatmung von entscheidender Bedeutung. Dies liegt an zwei Faktoren. Zum einen ist der Weg von der Lunge zur umgebenden Außenluft länger. Der „tote Raum“ ist bei der Nasenatmung entsprechend vergrößert. Zum anderen ist der Widerstand der Atemwege bei der Nasenatmung größer als bei der Mundatmung. Beide Faktoren können dazu beitragen, den optimalen CO2-Gehalt im Körper aufrecht zu erhalten.

Können sie diese Argumente überzeugen? Versuchen sie stets durch die Nase zu atmen! Gewöhnen sie sich immer an ihre Nasenatmung einzusetzen. Auch dann, wenn sie zum Beispiel Treppen steigen oder bergauf gehen. Es spielt keine Rolle, wenn sie dadurch etwas langsamer werden müssen. Da die Nasenatmung insgesamt deutlich gesünder ist, achten sie bewusst darauf immer durch die Nase zu atmen.

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