Schlafapnoe und Bluthochdruck

Schlafposition CPAP

Schlafpositionen sind genauso individuell wie jeder einzelne Träger einer CPAP-Maske und jeder Körper. Daher ist es vorrangig wichtig, sich zunächst einmal an die Maske zu gewöhnen. Um diese Eingewöhnung zu erleichtern ist zum Beispiel ein Tragen der Maske bereits am Tag sinnvoll (z.B. beim Fernsehen, Lesen etc.). So können sich der Körper, besonders der Kopfbereich, das Gesicht und auch die Muskulatur im Gesicht bereits an diesen neuen Zustand gewöhnen. Das bedeutet, an einen Zustand mit einem Fremdkörper im Kopfbereich und besonders im Gesicht.

Eingewöhnung am Tag

Was eine Eingewöhnung bereits in wachem Zustand so bedeutsam macht ist, dass die Maske sich zum einen im Gesichtsbereich, also in einem Bereich mit Muskeln und Nerven befindet, die für die Gesichtsmimik zuständig sind. Die Maske wird also nicht zu einhundert Prozent fest sitzen. Zum anderen befindet sich die Maske an einer Position, die für uns überlebenswichtig ist und uns das Gefühl geben könnte, nicht atmen zu können, nämlich über der Nase und dem Mund, das allerdings variiert je nach Maskentyp.

Im Schlaf ist die Gesichtsmimik weniger von Bedeutung als wenn die Maske im Wachzustand getragen wird. In der Nacht wird der Sitz der Maske eher durch die verschiedenen Kopf- und Körperpositionen im Schlaf beeinträchtigt, auch der Zustand der Gesichtshaut z. B. durch Schwitzen ist ein wichtiger Faktor. Schläft der Patient nun durchgehend auf dem Rücken, oder dreht den Kopf leicht nach rechts oder zur Seite, ist der Sitz der Maske problemlos. Auch ein auf die Seite drehen sollte den durchgehenden Schlaf noch nicht behindern, allerdings kommt es hier darauf an, auf welcher Seite des Bettes das Beatmungsgerät steht. Ist der Nutzer nun aber zusätzlich ein Bauchschläfer, kann es – je nach Maskentyp, sprich je nach Position des Beatmungsschlauchs an der Maske – eine Position sein, in der die Maske komplett verrutscht bzw. die Sauerstoffzufuhr nicht mehr gegeben ist.

Schlafpositionen und Maskensitz

Das Einnehmen verschiedener Schlafpositionen in der Nacht und das häufige Wechseln derselben ist völlig normal. So beginnt die Nacht häufig mit einer Einschlafposition auf dem Rücken, dann dreht sich der Schlafende auf die Seite und später auch auf den Bauch. Der Sitz der CPAP-Maske jedoch kann dadurch verändert werden und die Versorgung durch Sauerstoff ist nicht mehr korrekt gegeben. Der Träger wacht also auf, versucht sie zunächst gerade zu rücken, bis er sie letztendlich sogar abzieht. Das unterbricht zum einen die gesunde Nachtruhe, die so wichtig zur Erholung des Körpers und des Organismus ist, versorgt aber auch den Köper nicht ausreichend mit Sauerstoff.

Verschiedene Schlafpositionen liegen aber in der Natur der Dinge und ein Bauchschläfer braucht diese Position, um sich richtig regenerieren zu können. Es geht also darum, auszuprobieren, wie am besten es doch möglich ist, in der Lieblingsposition zu schlafen. Ein Kissen unter dem Kinn oder das passende Positionieren des Kopfkissens können Abhilfe schaffen, auch die Position des Geräts neben dem Bett könnte verändert werden, um die Position des Schlauchs an der Maske zu optimieren. Eventuell müssen verschiedene Masken ausprobiert werden, da Ansatzpositionen des Schlauchs verschieden sein können. Auch hängt es davon ab, ob der Patient eine Nasen- oder Vollmaske trägt.

Es ist also durchaus möglich, auch die Bauchposition beim Schlafen einzunehmen, es Bedarf einfach Geduld und muss schlichtweg ausprobiert werden.

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