Open/Close Menu Schlafapnoe heilen mit dem bimaxillären Advancement

Eine große Falle, in die Patienten nur zu gerne tappen, ist die Selbstdiagnose. War es früher noch mühselig, sich den Brockhaus oder Pschyrembel aus dem Regal zu holen und sich medizinisches Halbwissen anzulesen, ist es dank der Herren Gates und Jobs heute ein Einfaches sich rund um alle Zimperlein, Symptome, Beschwerden und Schmerzen „fachkundig“ zu machen.

Verlegenheit macht Diagnose

Mit dieser angelesenen oder auch aus dem Freundeskreis angenommenen vorgefertigten Diagnose, z.B. „Migräne“, suchen sie nun einen Arzt auf. Dieser wird im Zweifelsfall (ohne etwas unterstellen zu wollen) und aus Rücksicht auf sein Zeitmanagement und die wartenden Patienten, den Fall sogar ähnlich beurteilen, nach einem kurzen Gespräch, einer kurzen Untersuchung zum gleichen Ergebnis kommen. Diese Art der Befunderhebung, der Diagnostik macht ein Leben mit einer Kieferfehlstellung und der daraus resultierenden CMD und Schlafapnoe sicher nicht leichter, sondern erschwert es ungemein. Viele Patienten, die sich selbst eine Migräne attestieren, werden auch dahingehend behandelt. In Zeiten, wo sich in Medizin- und Pflegeberufen arbeitende Menschen mehr der Bürokratie und ständig ändernden Gesetzen widmen müssen, sind Verlegenheitsdiagnosen nicht selten. So wird ein Kopfschmerz zur Migräne, eine Traurigkeit zur Depression, erhöhtes Stressaufkommen zum BurnOut, Gesichtsschmerzen zur Trigeminusneuralgie. Das hilft weder dem Patienten selbst, noch wird es den Patienten gerecht, die tatsächlich unter den genannten Krankheitsbildern leiden.

Mit Blick auf die craniomandibuläre Dysfunktion unterscheiden wir zwischen der echten Migräne und der atypischen Migräne.

Die echte Migräne geht einher mit regelmäßig wiederkehrendem, anfallartigem und halbseitigem Kopfschmerz, begleitet von Symptomen wie Übelkeit bis hin zum Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und/oder Geräuschempfindlichkeit und ist laut IHS-Klassifikation als eine primäre Kopfschmerzerkrankung eingestuft. Die Migräne ist eine neurologische Erkrankung und ihre Diagnose basiert auf das Ausschließen aller möglichen Ursachen.

Diagnostiziert der Arzt eine atypische Migräne, sind die Symptome wahrscheinlich ähnlich gelagert, das Krankheitsbild entspricht aber nicht in allen Punkten der Klassifizierung. Jetzt wäre der Moment für den Patienten gekommen, hellhörig zu werden. Doch leider gingen weder die Google-Suchergebnisse noch der Pschyrembel so sehr in die Tiefe. So fühlt sich der Patient als Migränepatient und die Kieferfehlstellung / CMD bleibt zunächst unentdeckt.

Erst wenn einer der konsultierten Ärzte die Angaben seines Patienten als muskuläre Symptomatik einer craniomandibulären Dysfunktion begreift, die für den Schmerz ursächlich ist, und entsprechend analysiert, diagnostiziert und therapiert, erfährt der Patient Linderung, Besserung und Heilung.

Dialogpflicht für eine gesicherte Diagnose

Hier ist eine ehrliche, sachliche und unvoreingenommene Kommunikation, ein wirklicher Dialog zwischen Facharzt und Patient das Non-Plus-Ultra. Spätestens wenn der Patient darüber klagt, dass die ihm verordneten Schmerzmittel nicht helfen, sollte die Ursachenforschung vertieft werden. Diese Form des Medikamentenversagens ist durchaus typisch für eine CMD-bedingte Migräne.

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