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Bandage gegen Schnarchen

Bei der Obstruktiven Schlafapnoe (kurz auch OSA genannt) handelt es sich um eine schwerwiegende Atmungsstörung. Betroffene bekommen im Schlaf – in vielen Fällen ohne es zu merken – nur schwer Luft. Die Obstruktive Schlafapnoe ist momentan die am weitesten verbreitete Schlafstörung. Welche Symptome auftreten und wie die Behandlung aussieht, erläutern wir nachfolgend.

Was ist eine Obstruktive Schlafapnoe?

Rund 84 Prozent der diagnostizierten Fälle einer Schlafapnoe machen die Obstruktive Schlafapnoe aus. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass mehr als 100 Millionen Erwachsene auf der ganzen Welt von dieser Krankheit betroffen sind. Während der Betroffene schläft, kommt es immer wieder zu einem Kollaps des Rachenraums. Das kann bis zu 100 Mal in der Nacht vorkommen. Auf diese Weise entsteht eine Blockade der Atemwege, die wiederum zu einer Sauerstoffunterversorgung der überlebenswichtigen Organe führt. Die Spätfolgen sind teilweise sehr drastisch, weshalb die OSA auch unbedingt behandelt werden muss, bevor die Organe einen Schaden nehmen.

Wie lässt sich die Obstruktive Schlafapnoe erkennen?

Die Diagnose der Schlafapnoe wird von einem Experten durchgeführt. Doch auch der Betroffene selbst kann anhand diverser Probleme und Beschwerden erkennen, dass der Schlaf nicht so erholsam ist, wie es sein sollte. Wer nachts besonders laut schnarcht, gerädert aufwacht und das Gefühl hat, dass der Schlaf nicht erholsam ist, der sollte dies als erstes Warnsignal betrachten. Kommen dann weitere Symptome und Beschwerden dazu, kann es sinnvoll sein, einen Experten aufzusuchen.  Der Facharzt wird gegebenenfalls eine Untersuchung in einem professionellen Schlaflabor durchführen lassen. Dort kann der Schlaf des Patienten optimal überwacht werden und dementsprechend eindeutig fällt die Diagnose am Ende auch aus.

Was ist die Ursache für die Obstruktive Schlafapnoe?

In den allermeisten Fällen ist eine funktionelle Instabilität der Atemwege die Ursache für eine Obstruktive Schlafapnoe. Es gibt jedoch viele Faktoren, die dieses Problem begünstigen. Beispielsweise Alter, Lebensstil, Gewicht sowie Geschlecht des Betroffenen. Darüber hinaus sind auch genetische Ursachen möglich. Viele Experten gehen zudem davon aus, dass sogar die ethnische Herkunft eine Rolle spielen kann. Sowohl Erwachsene als auch Kinder können an einer OSA erkranken. Bei Kindern spielt oftmals ein ausgeprägter Überbiss eine Rolle. Aber auch die anatomische Form von Kiefer sowie Mandeln ist relevant. Abgesehen davon erhöht sich das Risiko einer Erkrankung durch mehrere Faktoren:

  • Verengte Atemwege
  • Ein besonders großer Halsumfang
  • Fettleibigkeit oder Übergewicht
  • Fortgeschrittenes Alter
  • Eine chronisch verstopfte Nase
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wie sehen die Symptome der Obstruktiven Schlafapnoe aus?

Es gibt eine ganze Reihe von Symptomen, die einen Hinweis auf die Erkrankung liefern können. Menschen, die unter einer Obstruktiven Schlafapnoe leiden, schnarchen in den meisten Fällen sehr laut. Sie weisen zudem eine sehr flache Atmung auf und oftmals sind auch Atemaussetzer vorhanden, die mehr als 10 Sekunden andauern. Das Schnarchen ist weniger problematisch, gefährlich kann aber der Atemaussetzer sein. Weitere Symptome, die auf die Form der Schlafapnoe hindeuten, sehen folgendermaßen aus:

  • Nächtliches Schwitzen
  • Häufiges Wasserlassen in der Nacht
  • Plötzliches Erwachen mit Luftnot und Herzrasen
  • Starke Müdigkeit während des Tages
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen nach dem Aufwachen
  • Trockener Mund beim Aufwachen
  • Das Gefühl, nicht ausreichend geschlafen zu haben
  • Vergesslichkeit
  • Depressionen und Stimmungsschwankungen

Wie wird die Obstruktive Schlafapnoe behandelt?

Die Behandlung der OSA kann sehr individuell ausfallen. Hier kommt es auf den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten an. Wichtig ist, eventuelle Risiken zu minimieren. Bei starkem Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion bereits eine Linderung der Schlafapnoe zur Folge haben. Darüber hinaus ist es das Ziel, kritische Verhaltensweisen aus dem Alltag zu verbannen.

Darüber hinaus wird meist auf verschiedene Behandlungen gesetzt. Sehr verbreitet sind spezielle Apparate, die eine nächtliche Atemunterstützung bieten.

Die wirksamste Behandlungsform ist die Kausale Therapie (Heilende Therapie) durch chirurgische Vorverlagerung von Ober- und Unterkiefer. Am weitesten verbreitet und von den Versicherungen übernommenen Bei dieser Behandlung wird in der Nacht mit einem leichten Überdruck Raumluft in die Atemwege transportiert. Dafür muss der Betroffene im Schlaf eine Atemmaske tragen, die wiederum an ein spezielles Atemgerät angeschlossen ist. Der leichte Überdruck sorgt dafür, dass die Atemwege offen bleiben. Wer das Atemgerät verwendet, der kann bestenfalls Atemaussetzer vollkommen eindämmen. Zumindest nimmt jedoch die Häufigkeit ab. Es gibt allerdings auch Nebenwirkungen, die in Betracht gezogen werden müssen.

  • Allergische Reaktion auf die Maske
  • Angst zu ersticken
  • CPAP/APAP-Gerät ist viel zu Laut
  • Druckstellen durch die Maske
  • Entzündungen im Gesicht durch Druckstellen
  • Trockene Schleimhäute
  • Ständige Erkältung
  • Magenprobleme / Luft im Magen
  • Tagesmüdigkeit trotz funktionierender Therapie
  • Unbewusstes entfernen der Maske im Schlaf
  • Gesichtsschmerzen wegen den Kopfbändern

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