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Ralf Nürnberger


von der Schlafapnoe geheilt am 21.11.2018

Patientenbericht zur ausdrücklichen Unterstützung einer Entscheidung für ein Bimaxilläres Advancement mit Rotation (maxillomandibuläres Advancement – MMA)

Seit vielen Jahren litt ich unter sehr schlechtem Schlaf, verursacht durch Atemaussetzer und starkes Schnarchen. Meine Ehefrau traute sich selbst kaum neben mir einzuschlafen, da sie mich aus Angst um meine Gesundheit ständig nach Atemaussetzern wieder wachrüttelte. Schließlich drängte sie mich völlig zurecht, mich in einem Schlaflabor untersuchen zu lassen. Das Ergebnis der mehrtägigen Untersuchungen war mit durchschnittlich 52 Aussetzern pro Stunde sehr deutlich – eine obstruktive Schlafapnoe mit zentralen Komponenten.

Ich bekam eine Therapie verschrieben, die mich mit nächtlicher Druckbeatmung (CPAP-Gerät – mit Nasenmaske) von den erheblichen Schlafstörungen befreien sollte.

Ich trug das Gerät sehr diszipliniert und regelmäßig immer während meiner Schlafphasen. Ich habe die CPAP-Maske acht Jahre verwendet und war zu regelmäßigen Untersuchungen im Schlaflabor. Alle Widrigkeiten der Nutzung (schlechter Schlaf, Druck im Gesicht, Geräuschbelästigung, Schwitzen im Sommer, Blähungen etc.) hinnehmend.

Eine für mich akzeptable Gewöhnung an das gesamte Procedere, an das Gerät und an die Maske trat nie wirklich ein.

Hinzu kommt, dass häufige Unausgeschlafenheit, Tagesmüdigkeit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und hoher Blutdruck Begleiterscheinungen waren, die ich nicht länger hinnehmen wollte. Ich hatte zu dieser Zeit eine stressige und verantwortungsvolle Arbeit mit überdurchschnittlichen Arbeitszeiten und hoher Belastung.

Das eigentliche Risiko dieser Krankheit ist jedoch, die stark erhöhte Gefahr, einen Herzinfarkt und/oder Schlaganfall zu erleiden, ausgelöst durch einen wesentlich schlechteren Stoffwechsel, zu hohen Blutdruck und mangelnde Sauerstoffversorgung bzw. mangelnden Sauerstoffaustausch.

Die CPAP-Therapie beseitigt nicht die Ursache, sondern hilft nur nachts mit zusätzlicher Sauerstoffzufuhr. Tagsüber wird man gähnend allein gelassen.

Bei meiner durch die zunehmende eigene Unzufriedenheit angeschobene Recherche (Internet, Telefonate, Mails) nach Alternativen der CPAP-Therapie stieß ich u.a. in der Seegartenklinik Heidelberg auf die wohl einzige Möglichkeit, die eigentliche Ursache (die Obstruktion) zu beseitigen und die Schlafapnoe zu heilen.

Nach sehr ausführlichen und umfassenden Beratungen und vielen Untersuchungen in der Seegartenklinik (u.a. mit dem Operateur, Herrn Dr. Frey) und nach Gesprächen mit betroffenen Patienten konnte ich mich dazu durchringen die nicht triviale OP vornehmen zu lassen.

Die Beratungen klärten mich sowohl medizinisch als auch in Bezug auf Risiken, Ängste und meine Skepsis auf. Meine vorhandenen Bedenken und Unsicherheiten konnten mir vollständig genommen werden. Die Klinik legt Wert darauf, dass auf Wunsch Angehörige (bei mir meine Ehefrau) den Beratungen und Voruntersuchungen beiwohnen und mit in die Entscheidung einbezogen werden.

Die OP ist fraglos ein erheblicher Eingriff. Der Operateur hat deutschlandweit die höchste Quote – im Schnitt 100 OPs pro Jahr – und damit die höchste Erfahrung.

Bei dieser OP werden Ober- und Unterkiefer nach vorn verlagert, um den Luftdurchlass-Querschnitt im Rachen zu vervielfachen. Bei mir wurden die Kiefer um 20mm nach vorn verschoben (plus Rotation) und damit nachweislich (Nachweis durch dreidimensionale Aufnahmen vor und nach der OP) 800 bis 1000% des vorherigen Querschnitts generiert.

Die unmittelbare nachoperative Zeit ist sehr bis extrem unangenehm, aber sehr gut betreut, man bleibt ca. eine Woche in der Klinik. In der Zeit bis zur Entfernung der Metalle wird man durch die Klinik durch regelmäßige Kontrollen gut überwacht und betreut.

Ein sofort zu bemerkender Effekt war meine extrem gute Atmung. Ich bekam so viel Luft wie nie zuvor. Am Ende der ersten OP-Woche ging ich auf einen Berg spazieren, ohne Keuchen, ohne jegliche Luftnot.

Mittlerweile kann ich (nach ca. fünf Monaten) sagen, dass die Einschränkungen beim Essen, die Schwellungen und Schmerzen durch die positiven Resultate verdrängt werden.

Bereits jetzt ist klar:

  • Ruhiger und erholsamer Schlaf, komplett ohne Schnarchen (!!!)
  • Tiefes und uneingeschränktes Luftholen
  • Keine Tagesmüdigkeit mehr
  • Mein Blutdruck ist wieder normal
  • Höhere Tagesmotivation
  • Bessere Kondition

In der Gesellschaft – und leider auch bei einem Teil der Ärzteschaft – wird die Ursachenbeseitigung durch MMA skeptisch beurteilt oder sie ist sogar unbekannt.

Ich möchte hiermit alle Betroffenen auffordern:

Informieren Sie sich kritisch und unbeeinflusst bei möglichst vielen Quellen und bewahren Sie sich den so genannten „gesunden Menschenverstand“, um zu einer Entscheidung zu kommen, die Sie überzeugt und die für Sie die beste und damit gesündeste ist.

Ich persönlich kann nur jedem raten, sich nach einer ausführlichen Beratung, bei der man über alle Risiken und Folgen seriös aufgeklärt wird, sich für diese MMA-OP zu entscheiden, wenn sie selbst davon überzeugt sind und dabei ein gutes Gefühl haben.

Ich würde es wieder tun!

Ralf Nürnberger