Schlafapnoe kann nicht nur Ihren Schlaf beeinträchtigen. Eine Studie ergab, dass die Schlafstörung auch mit Hörverlust in Verbindung gebracht wird.

Schlafapnoe kann zu Hörverlust führen

Schlafapnoe ist eine Schlafstörung verursacht durch Atemaussetzer während des Schlafs. Vielen ist bekannt, dass die OSA (Obstruktive Schlafapnoe) gesundheitliche Probleme wie Herzkrankheiten und Diabetes verursachen kann. Laut einer Studie aus den USA wirkt sich Schlafapnoe auch auf die Hörfähigkeit aus.

Bei Schlafapnoe ist das Risiko für Hörverlust erhöht

Die Studie ergab, dass Menschen mit Schlafapnoe ein um 31% erhöhtes Risiko für hochfrequenten Hörverlust, ein um 90% erhöhtes Risiko für niederfrequenten Hörverlust und ein um 38% erhöhtes Risiko für Hörverlust bei kombinierten hoch- niederfrequenten Hörverlusten hatten. Diese Ergebnisse bestätigten die Forscher, nachdem sie Daten auf Faktoren wie Alter und Geschlecht angepasst hatten.

Fast 14.000 Personen nahmen an der Studie teil, und alle Probanden wurden in häuslichen Schlafapnoe-Studien durch Polygraphien und Hörtests vor Ort untersucht. Unter den Teilnehmern hatten fast 10% eine leichte Schlafapnoe, 19% hatten einen hochfrequenten Hörverlust, 1,5% hatten einen niederfrequenten Hörverlust und 8,4% hatten sowohl einen hoch- als auch einen niederfrequenten Hörverlust.

Den Forschern zufolge zeigt die Studie einen deutlichen Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und einem erhöhten Risiko für Hörverlust, wobei etwa 30% der Patienten irgendeine Art von Hörbehinderung aufwiesen.

Grund für Zusammenhang noch nicht bekannt

Der Grund für diesen Zusammenhang ist jedoch bisher unbekannt. Schlafapnoe wird mit Durchblutungsstörungen in Verbindung gebracht. Eine mögliche Erklärung für den Zusammenhang zwischen Schlafstörung und Hörverlust könnten nach Ansicht der Forscher Probleme mit der Durchblutung der Cochlea im Innenohr sein.

Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um den der Beziehung zugrunde liegenden Mechanismus zu untersuchen.

Über die Studie

Die Studie wurde von Dr. Amit Chopra, M. D., und seinem Forschungsteam vom Albany Medical Center in New York durchgeführt und war Teil der Hispanic Community Health Study / Study of Latinos. Die Ergebnisse wurden auf der Internationalen Konferenz 2014 der American Thoracic Society vorgestellt.

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