schlafunterricht schule

Studie im Journal of Sleep Research

Eine kürzlich durchgeführte Studie deckte mögliche langfristige Vorteile eines schulbasierten Schlafbildungsprogramms für Jugendliche auf. Die Studie, die im Journal of Sleep Research veröffentlicht wurde, umfasste 3.622 Jugendliche, 286 in der Interventionsgruppe und 3336 in der Kontrollgruppe. Die Daten wurden vor dem Programm und nach einjähriger Nachbeobachtung erhoben.

Der Zusatzunterricht bestand aus fünf Sitzungen, 50-60 Minuten, einmal pro Woche für sechs bis sieben Wochen und war als Teil des Lehrplans der Schüler geplant. Die Untersucher teilten die Teilnehmer in drei Gruppen ein, je nach Schlafdauer zu Studienbeginn:

  • unzureichend (weniger als sieben Stunden)
  • grenzwertig (sieben bis acht Stunden)
  • angemessen (mehr als acht Stunden).

 

Schlafstörungen etwa zweimal geringer als vorher

Bei Jugendlichen in der Gruppe mit dem Zusatzunterricht war die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei der Nachsorge unzureichend schliefen, im Vergleich zu Kontrollpersonen etwa zweimal geringer. Das Wissen über Schlaf verbesserte sich in der unterrichteten Gruppe signifikant, es gab jedoch keine Veränderungen in der emotionalen Schlafhygiene und im wahrgenommenen Stress. Überraschenderweise hat der Einsatz von Technologien (Smartphone, Tablet, TV etc.) in der unterrichteten Gruppe zugenommen, und die Schlafhygiene hat sich verschlechtert (z. B. durch Aktivitäten im Bett, die Sie wach halten).

„Diese Ergebnisse sind vielversprechend und bedeuten, dass wir möglicherweise die Entwicklung von Schlafstörungen bei Jugendlichen verhindern können“, sagte die leitende Autorin Serena V. Bauducco, PhD von der Örebro-Universität in Schweden. „Es muss jedoch noch mehr Arbeit geleistet werden: Wir müssen diese Ergebnisse replizieren und verstehen, was funktioniert. Deshalb ermutigen wir zukünftige Studien zu Schlafunterricht, langfristige Ergebnisse – nach einem Jahr oder sogar länger – zu untersuchen.“

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