Mit jährlich über 1000 Beratungen zur Schlafapnoe Ursache und Heilung die wir machen, können wir von uns behaupten, dass wir sehr viele schlimme und weniger schlimme Fälle von Atemwegsverengung gesehen haben. Aber jetzt ist ein Fall aufgetaucht, den wir nicht wirklich für möglich hielten. Eine Patientin, bei der man am Velopharynx im Röntgenbild keine Atemwege mehr erkennen kann. Die Patientin bekommt dennoch Luft, aber natürlich nicht ausreichend.

Blaue Linie: Atemwege ausgehend von der Nase.   Orange Linie: Atemwege ausgehend vom Mundraum

 

Extreme Verengung der oberen Atemwege

Auf dem linken Bild sehen Sie einen Patienten, der an einer starken Atemwegsverengung leidet. Rechts sehen Sie den bisher extremsten Fall den wir bisher gesehen haben. Eine Dame um die 50 Jahre alt mit einem AHI Wert von „nur“ 30. Bisher ist uns kein Fall mit einer solchen Verengung bekannt. Daher haben wir uns auch sehr über den zwar schwer gradigen aber dennoch, mit einem AHI von 30, viel geringeren Wert als erwartet gewundert. Im Fernröntgenseitenbild ist eine extrem starke Verengung zu sehen. Man kann sich nur mit viel Mühe vorstellen wo die Atemwege sein könnten.

 

Messung von 0 Millimetern

Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin zur Behandlung der Schlafapnoe empfehlen eine Kiefer-Operation zur Beseitigung der Atemwegsverengung ab einer Engstelle von 10 Millimetern (am Fernröntgenseitenbild gemessen). Bei diesem extremen Patientenfall ist nur eine Messung von 0 Millimetern möglich. Sicherlich ist die Messung nicht wirklich zuverlässig, da je nach Kopfhaltung verändert sich auch das Volumen der oberen Atemwege. In diesem Fall hat aber die Patientin schon eine krankhafte Kopfhaltung, sie überstreckt bereits den Kopf (Forward Head Posture) um die Atemwege zu erweitern.

 

 

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