Open/Close Menu Schlafapnoe heilen mit dem bimaxillären Advancement

Viele Schlafapnoe-Betroffene bemerken sehr schnell, dass sie wenn sie im Bett liegen den Kopf überstrecken. Kein Wunder, weil durch das Überstrecken des Kopfes die Atmung viel besser funktioniert als sonst. Beim Einschlafen können Sie die Kopfhaltung natürlich bewusst kontrollieren. Während des Schlafs allerdings, können Sie nicht jede Körperposition bewusst kontrollieren denn während der Tiefschlafphasen ruhen meist alle Sinne, bis auf das Hören. Übrigens: Alle Obstruktive-Schlafapnoe-Betroffene überstrecken ihren Kopf auch im Wachzustand. Siehe Beitrag: Schlafapnoe und Haltung

Kopf überstrecken auch mit CPAP Maske?

Auch Betroffene, die mit CPAP therapiert werden bemerken, dass sie weniger Druck benötigen und das Atmen mit dem CPAP Gerät leichter fällt wenn sie den Kopf nicht überstrecken, oder der Körper zusammensackt. Weniger Druck beim CPAP Gerät bedeutet automatisch weniger Leckagen und auch weniger stark gespannte Haltebänder am Kopf und dadurch auch weniger Druckstellen durch die CPAP Maske.

Kann eine Halskrause bei Schlafapnoe helfen?

Einige Betroffene haben gemerkt, dass wenn sie über Nacht eine Halskrause tragen, der Kopf automatisch in dieser Position gehalten wird und folglich die Atmung die ganze Nacht leichter fallen müsste. Es gibt mittlerweile diverse Kopfkissen auf dem Markt, die ein Überstrecken des Kopfes verursachen, dies funktioniert aber meist nur in Rückenlage. Sobald man sich unbewusst im Schlaf bewegt, ändert sich natürlich diese Position wieder und das Kopfkissen wirkt nicht. Des Weiteren hilft ein Überstrecken des Kopfes auch nur wenn man den Mund geschlossen hält, das ist wiederum im Schlaf sehr schwer zu kontrollieren und die Kiefermuskeln ziehen den Unterkiefer beim Überstrecken des Kopfes meist automatisch nach unten. Eine Halskrause sorgt dafür, dass Beides passt. Sowohl der Kopf wird gestreckt, als auch der Mund wird weitestgehend (je nach Art und Größe Halskrause) geschlossen gehalten. Nach Recherchen in Internetforen, vor allem im englischsprachigen Raum, berichten viele Patienten von guten Erfolgen. Manche  benutzen die Halskrause zur Unterstützung der CPAP Therapie, manche lassen jedoch die CPAP Maske seitdem komplett weg.

Was sagen Orthopäden, Physiotherapeuten und Neurochirurgen zu dieser „Therapie“

Früher sah man immer wieder Menschen auf der Straße, die eine Halskrause wegen einem Schleudertrauma oder bei Halsmuskelzerrungen trugen. Warum sieht man das heutzutage nicht mehr so oft? Es gibt auch dafür einen Grund. Neueste Studien haben ergeben, dass eine Halskrause gegen Schleudertrauma eher schadet als nützt, da sich Muskeln die nicht benutzt werden sich meist nach kürzester Zeit verhärten. Durch die Verhärtung werden Sie unbeweglich und verursachen dadurch andere Schmerzen. Heutzutage wird ein Schleudertrauma physiotherapeutisch und mit Haltungsübungen  behandelt. Neurologen berichten, dass wenn man auf Dauer und über einen längeren Zeitraum eine Halskrause trägt, es zu permanente Halsversteifungen führen kann. Ist also eine Halskrause in der Nacht vielleicht förderlich für die Atmung, aber schädlich für die Muskeln und die Wirbelsäule? Die Antwort ist definitiv: Ja.

Halskrause zur kurzzeitigen Überbrückung der CPAP Maskentherapie

Eine Halskrause kann, wenn beispielsweise die Maske gerade in der Wartung ist, oder man beim Campen und Zelten keinen Strom hat, eine gute kurzzeitige Unterstützung für die nächtliche Atmung sein.  Selbst der größte Hersteller von Beatmungsgeräten (Resmed) hat ein eigenes Produkt im Portfolio. Eine Halskrause sollte aber niemals als Ersatz für die Therapie mit der CPAP Maske angewendet werden. Nur wenn die Ursache der obstruktiven Schlafapnoe durch eine Schlafapnoe Operation (bimaxilläres Advancement mit CounterClockwise Rotation) beseitigt wurde, darf die verordnete CPAP Therapie abgebrochen werden.

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