Es ist mittlerweile sehr gut erforscht, dass Schlafapnoe in Verbindung zu Diabetes Typ 2 steht. Es ist aber noch nicht sich geklärt ob letztendlich die Schlafapnoe auch den Diabetes verursacht. Aber dass das Risiko für Diabetes Typ 2 bei Schlafapnoe Betroffenen erhöht ist, ist wissenschaftlich bewiesen. Fast alle unsere Patienten konnten nach einer Beseitigung der Schlafapnoe Ursache innerhalb der nächsten 6 Monate durch eine Schlafapnoe Operation von ihrem Diabetes geheilt werden. Sie benötigen nach der Operation keine Diabetes Medikamente mehr.

Die Frage ist also: Reduziert eine gute Schlafapnoe-Therapie das Risiko an Diabetes zu erkranken?

Eine neue Studie hat die Frage beantwortet: Ja! Es zeigte sich, dass eine gute Behandlung der Schlafapnoe das Risiko von Typ 2 Diabetes auf ein Normalniveau senkt. Aber es gibt nicht nur gute Nachrichten: Die Studie zeigt auch auf, dass es die größte Herausforderung ist eine gute Therapie für jeden einzelnen Betroffenen zu finden.

Die Studie beobachtete über 1200 Menschen zwischen 2006 und 2013 bei denen regelmäßig Schlaflabor Untersuchungen gemacht wurden. Während der Nachbeobachtungszeit (im Schnitt nach 7.3 Jahren) haben 151 Betroffene einen Diabetes entwickelt. Sie fanden heraus, dass Betroffene mit einer mittelgeradigen Schlafapnoe doppelt so häufig an Diabetes erkrankten, und Betroffene mit schwergradiger Schlafapnoe sogar um das 2,6 fache. Erstaunlicherweise zeigte die Studie keinerlei Wechselwirkung zwischen Fettleibigkeit und Schlafapnoe.

Schlafapnoe Behandlung reduziert das Risiko

Die Wissenschaftler bestätigten damit die Effektivität der Schlafapnoe Behandlung. In der Studie wurde mit der CPAP Therapie behandelt und die Forscher fanden heraus, dass eine regelmäßige und andauernde Therapie mit CPAP das Risiko von Typ 2 Diabetes reduzierte.

Die Herausforderung der CPAP-Therapie

Leider ist das Ergebnis der Studie nicht nur gut. Trotz der Effektivität der CPAP-Behandlung bei der Diabetes-Vorsorge ist dies in diesem Fall ein Misserfolg, da nur ein Drittel der Patienten ihr CPAP-Gerät tatsächlich regelmäßig nutzte. Mit anderen Worten, zwei Drittel der Menschen, bei denen Schlafapnoe diagnostiziert wurde, waren trotz CPAP einem hohen Risiko ausgesetzt.

Fazit

Wenn in der Studie alleine schon über zwei Drittel der Schlafapnoe Betroffenen unbehandelt blieben, wie hoch ist dann die Dunkelziffer? Daher ist es umso wichtiger, dass Betroffene die Ihre CPAP Maske seit Jahren im Schrank verstauben lassen, oder sich damit einfach niemals anfreunden werden die Ursachen Ihrer Schlafapnoe beseitigen lassen. Dies ist nur mit einer sehr guten Diagnostik und in 95% der Fälle nur mit einer Schlafapnoe Kiefer Operation machbar. Bei der Operation werden beide Kiefer mit einer Rotationsbewegung nach vorne verlagert und dadurch die Atemwege für immer geweitet.

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